Propan; ein Gas mit vielen Möglichkeiten

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Dieses Gas ist die dritte kettenförmige Verbindung in der Reihe der Alkane. Seine Eigenschaften machen es zu einen Gas der Kohlewasserstoffe mit vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Fast jeder Mensch hat schon einmal dieses Gas genutzt.

Wo Propangas herkommt

Bei der Entstehung von Erdöl bildete sich auch neben anderen Produkten das Propan. Unter hohem Druck eingesperrt wird es zusammen mit dem Rohöl zu Tage gefördert. Über eine Gasfalle kann es schon bei der Förderung vom Rohöl abgetrennt werden. Auch Butan und Isobutan werden bei diesem Verfahren mit abgetrennt. Auch bei der Raffinierung und dem Cracken des Erdöls fällt Propangas an. Eine Zeitlang wurde dieser wertvolle Brennstoff jedoch einfach abgefackelt. Da aber die Nachfrage stark gestiegen ist, wird es vermehrt abgetrennt und gereinigt. Es ist ein farbloses und geruchloses Gas, welches sich bei -42 Grad Celsius verflüssigen lässt. Im flüssigen Zustand besitzt es nur ca. den 270ten Teil des Ursprungsvolumens. So kann auf kleinem Raum sehr viel Brennstoff und Energie transportiert werden. Seine hohe Energiedichte macht es für die Automobilindustrie daher sehr interessant. Auch viele Haushalte profitieren von den Eigenschaften dieses Gases.

Die Anwendungen im Alltag

Bei dem Wort Propan denken viele Menschen sofort an die kleinen, meist grauen Gasflaschen an der Tankstelle. Dort wird es auch unter dem Namen „Campinggas" geführt. Mit dem Propangas werden also in Wohnwagen, Wohnmobilen und Zelten die Gasherde betrieben. Ja sogar Kühlschränke können dieses Gas nutzen. Wer öfter einmal Feuer braucht, wird auf das praktische Gasfeuerzeug nicht verzichten wollen. Auch hierfür wird das Propangas verwendet. Bei einem farblosen Plastikfeuerzeug kann man erkennen, dass das flüssige Gas keine Eigenfärbung besitzt. Da das Propangas sehr lange recht günstig war, werden auch heute noch viele Haushalte mit Erdgas beliefert. Auch hierbei handelt es sich um das Propan mit seinen Begleitern Butan und Isobutan. Damit aber ein Gasleck sofort bemerkt werden kann, wurde das Gas mit einem Geruchsstoff versehen. Es ist dann der typische „Gasgeruch" wahrzunehmen. So soll eine Gasexplosion vermieden werden, da schon geringe Gasmengen gerochen werden. Auch die Autos profitieren von dem Propangas, sofern es sich um einen Benziner handelt. Das tolle und günstige Autogas oder LPG-Gas ist nichts anderes als Propangas. Über einen kleinen Umbau kann jeder Benzinmotor auch dieses Gas als Energiequelle nutzen.

Die Besonderheit in Klimaanlagen

Neben dem hohen Energiegewinn beim Verbrennen wird Propangas auch in Klimaanlagen genutzt. Der für ein Gas geringe Siedepunkt bewirkt, dass Propangas auch als Kältemittel eingesetzt werden kann. Es wird unter der Bezeichnung R-290 eingesetzt und hat schon so manchem Autofahrer ein kühles Auto beschert. Was einst ein Abfallprodukt war, ist heute ein begehrter Rohstoff.


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